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Der Sinn hinter mehreren Aktiendepots

Neue Anbieter schießen wie Pilze aus dem Boden. Die Finanzbranche ist, erst recht nach Corona und der damit verbunden überschwänglichen vorhandenen Zeit der Privatanleger, auf das Geld der Selbigen aus. Doch macht es überhaupt Sinn mehrere Depots zu haben?

Macht es auch Sinn solche neuen Angebote wahrzunehmen? Reicht ein Depot? Muss man mehrere Depots haben? Welche Vorteile können sich dadurch ergeben?

Die Antwort in Kurzform: Ja, ein Depot reicht und man muss gar nichts!

Trotzdem gibt es ein paar Vorteile, die alle nur mäßig ins Gewicht fallen aber eben auch durch lediglich mäßigen Zeitaufwand optimiert werden können. Denn schließlich ist die Eröffnung eines Depots (heutzutage gefälligst) kostenfrei. Während dem Schreiben dieses Beitrags habe ich nebenbei meinen Personalausweis gezückt und ein weiteres Depot bei smartbroker eröffnet. Nun zu den Argumenten für mehrere Depots:

Diversifikation

Ein Ausfallrisiko eines Anbieters bzw. einer Bank ist, wenn auch gering, vorhanden.

Das bedeutet, dass einerseits die europäische Einlagensicherung den Cash-Bestand bis zu EUR 100.000,00 absichert. (Ausnahmen bestätigen die Regel, für Banken in Norwegen sind es 2 Millionen NOK und in der UK oder Schweiz gelten natürlich andere Voraussetzungen, aber lassen wir das “ungefähr” so stehen).

Die Aktien, ETFs und Anleihen im Depot sind Sondervermögen, sie müssen sowieso gesondert verwahrt werden und unterliegen keinem Emittentenrisiko.

Das Risiko wäre also ein Cash-Bestand höher als EUR 100.000,00 bei zeitlich übereinstimmendem Ausfall der Bank. Das könnten auch Kurzschlussreaktionen sein, z.B. verkaufen in einem Crash. Dann liegt das Geld genau dann “herum” wenn es auch bei der Bank rumpelt.

Aber das ist nun wirklich ein kleines Risiko. Ein größeres Risiko ist, dass wir irgendwann in eine solche Situation kommen ohne zu verkaufen. Dann wollen wir doch auch möglichst schnell unsere Aktien auf ein anderes “Nicht-Pleite-Depot” übertragen. Das ist ein noch nicht automatisierter Prozess bei dem (Ironie-On) der Banker:

Mit deinen Wertpapieren erstmal zu Fuß zur anderen Bank laufen muss, dort erstmal einen Kaffee trinkt und mit der Empfangsdame flirtet und nochmal loslaufen muss weil er eine Aktie beim Chef auf dem Tisch vergessen hat.

Ergo, es dauert ca. 2 Wochen, und das in normalen Zeiten in denen kein besonderer Bedarf besteht. In diesem 2 Wochen kann/sollte man zur Verwirrungsvermeidung des Bankers nicht Kaufen oder Verkaufen, das heißt deine Handlungsfähigkeit und die Aktien sind geblockt, das Depot ansich ist geblockt und plötzlich ist man in der Situation, dass auch die Eröffnung eines neuen Depots auf einmal länger dauert und auch wieder Tage bis Wochen ins Land gehen. Das Risiko ist ganz easy vermeidbar. Man macht sich einfach mehrere Depots.

Ordnung

Natürlich ist ein einziges Depot auch in der Lage bei 100 Wertpapieren ordentlich zu sein.

Aber es ist wie beim Sortieren der eigenen Fotos. Jeder hat ein anderes Gefühl und Bedürfnis von Ordnung. Ich sortiere meine Fotos nach Themen und innerhalb der Themen dann in Unterthemen oder nach Zeitpunkt oder eben wie es dann je Typus passt. Jeder Leser macht das anders, mit anderen Bedürfnissen und anderen Ideen. Aber jeder hat damit angefangen alle Bilder in einem Ordner zu packen, dann wurden es 5.000 Stück und man fängt an zu sortieren, dann merkt man nach 2 Jahren, alles Quatsch ich sortiere nochmal um. Immer wieder eine Katastrophe…

So ist es mit den Depots. Manche haben Venture-Depots. Depot für die Frau und für das Kind, Depots mit Spiel-Zock-Weg-Is-Es-Geld um zu spekulieren (in Nikola zum Beispiel oder natürlich zuletzt in Gamestop). Manche haben ein Cashflow-Dividendendepot und ein Growthdepot. Manche ein ETF-, Krypto- und ein Aktien- oder Anleihendepot. Manche vielleicht ein China Depot. Es gibt so viele Möglichkeiten wie man für Ordnung sorgen kann und das Auftrennen in mehrere Depots ist eben die erste Ebene. Es ist natürlich besser geordnet wenn die Fotos mit den nackten Frauen auf einer anderen Festplatte liegen und nicht nur in einem anderen Unterordner 😉

Ein kleiner Punkt, der nur für mein persönliches Krankheitsbild relevant sein dürfte: Da ich in mehreren Depots unterschiedliche Summen investiert habe, sehe ich mir einfach auch meistens das Depot an, bei dem das meiste absolute Geld drin liegt. Mir hilft es mental einfach zum Beispiel Dividendenaktien (die ich natürlich untergewichte weil, sie performen einfach schlecht und ich werde auch nicht müde zu erwähnen, dass der Dax einfach schlecht ist, da das noch nicht alle mitbekommen haben) durch das andere Depot wegzusortieren und somit garnicht wirklich darauf schauen zu wollen.

Funktionen & Möglichkeiten

Neben Ordnungs- und Sicherheitsaspekten ist der wichtigste Punkt, der für mehrere Depots spricht: Die neuen Möglichkeiten die ein Depot einem gibt. Jedes Depot ist “anders”.

Wer also nur eine ganz bestimmte Sache macht und sonst nichts, der braucht einfach ein einziges Depot, dass diese eine Sache macht und den wird es nicht überzeugen Arbeit zu investieren um Ordnung zu erzeugen, denn er hat einfach nur die gleichen kleinen oder großen Positionen und lässt einfach laufen oder Ähnliches.

Wer einfach eine große Bank gewählt hat als Depotführer, der wird auch den Sicherheitsaspekt nicht als kritisch ansehen. Dem stimme ich in der Form auch zu. Es gibt keinen ausschlaggebenden Grund für einen passiven Investor sich zu verkomplizieren. Das spricht aber nicht automatisch dafür, dass es für niemanden Sinn macht.

Stellen wir uns einen üblichen Kapitalisten vor, der den Kapitalmarkt zumindest aber in seinen Möglichkeiten erlernen möchte. Ansonsten braucht er keine Features und unterschiedliche Broker. Also hier ein paar Szenarien:

Der Kapitalist will Aktien kaufen:

Positionsgröße EUR 2.000,00 je Kauf

So etwas geht überall, natürlich. Bei der ING Diba dürften für den Kauf ca. EUR 7,00 anfallen und bei Degiro ca. EUR 1,00. Das macht den Bock nicht fett. 0,35% gegen 0,05%. Beides gering. Auch wenn es natürlich bei 20 Transaktionen schon relevanter wird.

Positionsgröße EUR 250,00 je Kauf

Das geht natürlich auch, hier haben wir aber bei der ING bei EUR 6,00 Kosten bereits viel zu hohe 2,4%, die das Investment erstmal wieder erwirtschaften muss. Hier ist es im Übrigen auch nicht so einfach zu sagen, dass man dann für einen Euro bei Trade Republic immer einen besseren Deal macht. Der Spread ist etwas höher, sodass man einfach auch einen Prozent schlechter ausgeführt werden kann. Bei einer Investition von EUR 2.000,00 dann mit EUR 20,00 versteckten Spread Kosten + EUR 1,00 handelt man sogar erheblich schlechter als bei der ING Diba, die als klassische Bank relativ teuer da steht.

Aktien besparen

Hier ist es so, dass nicht jede Aktie bei jedem Broker sparplanfähig ist. Als ich Depots für meine Tochter eröffnet habe war es so (es ändert sich natürlich ständig), dass Shopify nicht bei der comdirect besparbar war und Encavis nicht bei der Consorsbank besparbar war. Mit beiden Depots wurde das nicht zum Problem was der Grund war, dass ich mich für diese 2 Depots für meine Tochter entschieden habe. Mehr Depots, mehr Auswahl. Der Eröffnungsprozess dauerte dann statt 10 Minuten, 12 Minuten…

Angebote

Es gibt natürlich auch Besonderheiten die man nutzen kann. So ist es ein halbes Jahr lang so gewesen, dass man mit BUX|Zero kostenlos deutsche Aktien kaufen könnte. So konnte ich meine Frau zwingen jeden Tag eine Aktie zu kaufen um Sie dem Thema näher zu bringen. Heute ist das nicht mehr so, dafür kann man heute amerikanische Aktien kostenfrei kaufen. So lohnt es sich eben auch wenn man eine Pfizer Aktie für 40$ kauft (mal davon abgesehen ob sich das wirklich lohnt). So gibt es eben ständig Besonderheiten. Es gibt Broker mit Flatrate oder besonders günstigen Preisen, speziellen Angeboten oder Broker die es ermöglichen Teilaktien zu kaufen. Manche Broker sind günstiger bei ausländischen Aktien, manche sind kostenfrei ab einer Kaufsumme von EUR 500,00 und bei manchen profitiert man enorm bei sehr geringen Positionsgrößen.

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Zur Depoteröffnung

Börsenplatzauswahl

Wenn man zum Beispiel eine Aktie an einer polnischen oder norwegischen Börse erwerben möchte, braucht man einen Broker, der das anbietet. Meistens genügt das Angebot von zum Beispiel der Consorsbank, jedoch gibt es oft Situationen in denen das Angebot einfach nachteilig für den Investor ist. Wenn es das Angebot nicht gibt, kann man meistens die Aktie auch z.B. in Frankfurt kaufen, zahlt dann aber einen erheblichen Spread von auch mal über 5%. Das muss ja nicht sein wenn es vermeidbar ist und insbesondere schnell vergleichbar wird indem man einfach seine Broker-Apps öffnet um nachzusehen.

Der Kapitalist will ETFs kaufen:

Preis-Angebote gibt es ständig (woanders)

Nicht jeder Broker bietet immer Sparpläne an: Flatex, Lynx oder Degiro fangen gar nicht erst damit an… Aber die Anbieter, die sich an den normalen Privatanleger richten, haben neben Ihrem Sparplanangebot auch immer Aktionen laufen. Manchmal kann man eben zu günstigeren oder kostenlosen Konditionen ETFs besparen. Es macht keinen Sinn ständig irgendwas Anderes zu besparen aber hin und wieder zu wechseln macht steuerlich beim Verkaufen Sinn und wenn einem dann grade ein anderes Angebot entgegenkommt, dann los!

Die Auswahl

Während zum Beispiel bei Trade Republic nur ETFs von iShares verfügbar sind, haben andere Broker mehr ETF-Anbieter aber nicht alle. Wer einen speziellen ETF der kasachische Lamas abbildet sucht, der wird vielleicht bei Lynx eher fündig, kann das dort aber nicht besparen. Die Consorsbank bietet jetzt grade 270 kostenfrei besparbare ETFs an und die ING 150. Gemeinsam ist die Auswahl bei sicher 310 kostenlos besparbaren ETFs. Beide haben ein Gesamtangebot von ca. 700 ETFs. Bei Trade Republic gibt es 452 ETFs, die alle kostenfrei besparbar sind. Das sind dann zwar nur iShares ETFs aber dafür eben auch viele Spezialangebote weil fast das gesamte Universum abgebildet wird. Das gesamte ETF-Angebot seht Ihr im Seitenfuß dieser Website, die Zahl steht grade bei über 2.000 ETFs. Ich habe letztens einen First Trust NASDAQ Technology Div ETF erwähnt. Dieser ist tatsächlich bereits nicht überall besparbar oder kaufbar, auch wenn er nun echt ein simples Instrument ist.

Der Kapitalist will sich Währungsabsichern:

Währungsdiversifikation

Wenn man bei einer klassischen Depotbank eine Aktie kauft, deren Heimatwährung zum Beispiel der USD ist, dann hat man einen EUR-Aktienkurs. Das ist meistens ok, jedoch könnte man auf die Idee kommen, dass es vielleicht clever wäre die Schwankungen der Währungen auch etwas abzumildern. Dazu kann man z.B. bei Lynx seine Währungen separat verwalten. Man kann also in USD kaufen und dann entscheiden ob man den USD Cash-Bestand zum Beispiel zu 50% in CHF tauschen will und ist dann frei in der Gestaltung der Währungsabsicherung. Es geht hier gar nicht darum ob es Sinn macht, es geht lediglich darum die Möglichkeit zu haben wenn man dann zu dem Moment kommt an dem man das machen will.

50€ für uns beide bei einer Depoteröffnung

Leider ohne simplen Werbelink, um durch mich geworben zu werden, schickt mir euren Namen und E-Mail-Adresse über einen Kommentar (den ich natürlich nicht veröffentliche) in diesem Blogbeitrag und ich stoße das “Kunden-werben-Kunden”-Prozedere an.

Eine weitere Möglichkeit wäre zum Beispiel ein CFD Broker, denn wenn man mal das ganze “Gezocke-Geschmäckle” in Verbindung mit dem Wording CFD weglässt, dann haben CFDs bei vielen Brokern eine Währungsneutralität. Das bedeutet, dass ein CFD-Kurs um 10% steigt und dann auch mit 10% Plus verkauft werden kann unabhängig davon, dass die Währung des Basiswerts gestiegen oder gefallen ist. Die comdirect hat zum Beispiel auch eine integrierte Möglichkeit CFDs in einem gesonderten Konto im Depot zu handeln. Für mich ist es unverständlich warum so weniger Anleger zumindest einen Anteil in ungehebelte Index-CFDs investieren, denn sie haben keine laufenden Kosten und keine Währungsrisiken und so eignen sich CFDs hervorragend als Beimischung. (Sie haben aber auch Nachteile wie das Emittentenrisiko!)

Der Kapitalist will Short gehen und einen Margin nutzen:

Flexibilität

Als langfristiger Anleger will man nicht Short gehen und man will nicht auf Pump/Margin handeln.

Aber diese beiden Teufelswerkzeuge (wobei für viele Menschen ja schon allein eine Siemens Aktie Teufelszeug ist) können auch produktiv und sinnvoll eingesetzt werden.

Der Margin muss nicht zwanghaft ausgereizt werden. Wenn ich bei einem EUR 10.000,00 Depot einfach kein Cash auf dem Verrechnungskonto habe und kein Cash auf dem Tagesgeld liegt, dann freue ich mich wenn ich auf Pump für EUR 1.000,00 eine Aktie kaufen kann. Denn ich will das eben genau jetzt dringend machen. Die EUR 1.000,00 zahle ich dann am nächsten Tag ein und habe dann 3 Tage den Margin genutzt für 5 Cent, oder so. Ich rede nicht davon EUR 20.000,00 gewährten Margin einfach reinzubuttern und dann zu heulen wenn es morgen 10% runtergeht ohne einen Grund und man dann überall den Margin Call bekommt, Positionen liquidiert werden, etc. … Ich will auf jeden Fall die Flexibilität haben, dieses Werkzeug nutzen zu können wenn ich das will.

Es kann auch Sinn machen Short zu gehen (das geht mit CFDs, Zertifikaten oder durch einen Leerverkauf von Wertpapieren. Das geht auch mit inversen ETFs). Einerseits kann man das natürlich zum Beispiel zu 5% Depotgewichtung in übertriebenen Marktsituationen machen um sein Depot etwas abzusichern, man kann aber auch einzelne Werte picken, die man langfristig Short halten möchte. Damit wäre man (gefühlt) Jahrzehntelang bei Daimler oder der Deutschen Bank ja auch gut gefahren. Gleichzeitig kann man, wenn man eben der Meinung ist langfristig Long in Toyota und Santander sein. Dann hat man ein Depot mit fast keiner Schwankung und fast keiner Rendite aber auch fast keinem Risiko, denn man rentiert einfach in der Differenz von den je 2 Werten zueinander. Das nennt Florian Homm dann “Total Return”. Das ist keine Empfehlung, man sollte einfach nicht Short gehen (meine Meinung) aber die Möglichkeit zu haben finde ich mindestens interessant. Es gibt immer Situationen in denen man diese Chance vielleicht wahrnehmen möchte und dann sollte man das können.

Der Kapitalist will Optionen handeln:

Cash-Secured-Puts

Das ist jetzt nur etwas was ich hin und wieder mache und ein Beispiel warum es auch eine Existenzberechtigung für Broker gibt mit einem etwas breiteren Angebot, dass sich nicht an den ETF-Sparer richtet. Persönlich will ich gar nicht auf Optionsscheine oder Zertifikate eingehen, denn ich halte sie für total schlechte Instrumente, verglichen mit Optionen, Aktien und CFDs.

Der CSP funktioniert in Kurzform so: Ich verkaufe eine Option, in dem Fall einen PUT. Dieser PUT ist die Verpflichtung für mich eine Aktie zu einem bestimmten Datum (das ich wählen kann) zu einem bestimmten Preis (den ich wählen kann) zu kaufen. Ein Szenario wäre zum Beispiel:

Ich möchte 100 Coca-Cola Aktien kaufen. Sie stehen jetzt bei 49$. Ich würde die Aktien aber gerne zu einem Preis von 45$ kaufen. Also verkaufe ich einen PUT der mich dazu verpflichtet die Aktie zu 45$ zu kaufen wenn sie bis in einem Monat bei 45$ oder darunter notiert. Für dieses “Versprechen” erhalte ich sofort eine Prämie von sagen wir 100$.

Best Case: Die Aktie steht in einem Monat bei 45$, ich bekomme sie eingebucht für 45$, durch die Prämie habe ich eigentlich 44$ bezahlt. Diese Strategie ist kein Zock, man versetzt sich nur in die Rolle eines Versicherers.

Worst Case: Die Aktie steht genau zum Auslaufstag bei 39$. Ich bekomme sie zu 45$ eingebucht.

OK Case: Die Aktie steht in einem Monat bei 47$. Ich bekomme sie nicht eingebucht, die Option wird wertlos ausgebucht und ich behalte die 100$ Prämie.

Das Risiko ist also genau gleich zu einer Limit-Kauforder bei 45$, außer, dass ich keine Prämie erhalte. Nach dem Limit-Kauf kann die Aktie ja dann trotzdem auf 39$ fallen, dann habe ich genau das gleiche Ergebnis außer, dass ich keine 100$ Prämie eingenommen habe.

Éin Depot was das abbilden kann wäre z.B. Degiro oder Lynx. Hier geht es nicht um genau diese Strategie, sondern um die Möglichkeit so etwas machen zu können wenn man es denn will.

Steuern

Diese vielen Möglichkeiten kosten zum Teil aber auch mehr als nur die investierte Zeit zur Depoteröffnung. Es gibt da noch so unliebsame Themen wie Kapitalertragssteuer und Freibeträge. Zuallererst, ich bin der Meinung, dass man sich das Ziel setzen sollte viel zu verdienen bevor mach sich Gedanken darüber macht ob man viele Steuern zahlt und ich bin auch der Meinung, dass der Freibetrag von aktuell EUR 801,00 (bei Verheirateten EUR 1.602,00) generell beachtet aber nicht überbewertet werden sollte, denn ob er durch einen Freistellungsauftrag nun direkt oder später bei der Steuererklärung zum Tragen kommt macht den Bock nicht Fett und man kann das Thema dann etwas unbeachtet lassen und sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Trotzdem gibt es natürlich Menschen, die keine Steuererklärung abgeben müssen und das darum auch nicht machen (was nicht so viel Sinn ergibt, aber nun gut…).

Wenn Ihr einen Broker habt, der nicht mit einer deutschen Bank verbunden ist, dann führt er für euch keine Gewinn- und Verlusttöpfe und leitet das somit auch nicht an das Finanzamt weiter. Das heißt, ihr müsst selbst Gewinne oder Verluste bei der Steuererklärung angeben. Gleichzeitig könnt Ihr zwar einen Freistellungsauftrag bei mehreren deutschen Brokern aufgeteilt angeben, habt bei mehreren Depots, wenn ihr das denn überhaupt machen wollt auch einen größeren Aufwand.

Fazit

Es gibt so viele Angebote, so viele Ideen und Möglichkeiten. Ebenso viele Risiken und Hürden. Mehrere Depots zu haben aus dem Grund einfach Mehrere zu haben macht keinen Sinn, wer sich aber mit den Möglichkeiten und Risiken etwas mehr beschäftigen möchte und insbesondere lernen will wie “das alles” funktioniert, den hindert niemand daran bei jedem Anbieter jeden Knopf einmal (mit geringen Beträgen) zu drücken 😉

Ich mache das so

  1. Ich habe ein Tradingkonto bei Bux|X. Dort werden CFDs gehandelt. Ich kann relativ günstig Positionen kaufen (auch mal eine EUR 200,00 Position auf Amazon oder Google obwohl die Aktie jenseits der USD 2.000,00 liegt), wenn ich das will mit einem Hebel und gleichzeitig einen Steuervorteil bei französischen Aktien wahrnehmen. Da das Unternehmen in UK sitzt fallen lediglich 15% Quellensteuer an auf Dividenden. Gleichzeitig kann ich hier in schlechten Marktphasen den Hebel nutzen und dann die nächsten Monate den Hebel wegsparen und bei bereits eröffneten Positionen den Hebel nachträglich auf Null (also eins) reduzieren.
  2. Ich habe ein Depot bei Trade Republic. Durch die Lang & Schwarz Grundlage ist das Angebot sehr breit. Ich nutze das Depot für mich als Depot für Aktien aus den Emerging Markets, da hier überall ein hoher Spread existiert. Die grundsätzlich hohen Spreads werden dann etwas reguliert bei Sparplänen. Ich muss aber auch gestehen, dass ich nur minimale Sparpläne habe und das auch nur auf Werte die “mir zu teuer sind”.
  3. Ich habe ein Depot bei Lynx für Growth Titel. Hier kann ich mit einem Margin arbeiten und förmlich alle Exoten (direkt an den Heimatbörsen und den Heimatwährungen von Mexiko bis Oslo) nutzen, Leerverkäufe tätigen, außerhalb von Handelszeiten kaufen und verkaufen und Optionen recht übersichtlich handeln.
  4. Ein weiteres Depot habe ich bei der ING. Hier bespare ich ausschließlich Dividendenaktien, meist aus Deutschland, denn:
  5. Das Depot bei Degiro ist in der Lage sehr günstig US-Aktien zu kaufen, gleichzeitig relativ teuer (teurer als Sparpläne bei der ING) für deutsche Aktien. Hier kaufe ich Dividendentitel aus der USA ohne Besparmöglichkeit aber durch die geringen Kosten mit kleinen Positionsgrößen von auch mal EUR 500,00.
  6. Ein weiteres Depot habe ich bei Bux|Zero. Hier ist es aktuell möglich kostenfrei zu sehr angenehmen Spreads US-Aktien zu kaufen. So kann man hier mal eine Dropbox und mal dort eine Zoom kaufen ohne gleich eine große Position aufzubauen. Vielleicht grade weil man eben nicht durch die Gebühren mental gezwungen wird mehr zu kaufen als man eigentlich gerne kaufen würde.
  7. Ich sammel weiter, man lernt nie aus…

Also Leute, abschließend die Gegenfrage: Was schadet es mehrere Depots zu haben?

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2 Antworten auf „Der Sinn hinter mehreren Aktiendepots“

Hallo neuz!
Mich hast du zum Nachdenken angeregt mir doch noch weitere Depots anzulegen! In diesem Sinne können wir gerne die Situation als win/win nutzen und du wirbst mich als Neukunden bei lynx. Auch wenn ich den Laden noch nie gehört habe. Mal schauen was da so los ist.

BG Marcel (mwallace bei bux)

[…] schöner Trade läuft, du hast ein tolles Setup und bist der Überzeugung, dass das ein Winner-Trade wird. Dann kommt die Volatilität in den Markt, sei es, weil ein grosser Markt öffnet, oder weil […]

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