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Analysen Open Depot

Was passiert langfristig mit einem Depot, dass alle Skandale mitnimmt?

Wenn man den Medien Glauben schenkt, dann könnte man ja denken, dass eine Anlage in Aktien super riskant ist. Ich untersuche was herauskommen würde, wenn wir vor der Dotcom-Blase angefangen hätten in die Telekom zu investieren, natürlich auch den VWs Dieselskandal mitnehmen und auch noch auf den Wirecard Zug aufspringen würden? Ich zeige es euch!

In dem Artikel:

könnt ihr nochmal nachlesen was mit den Titeln im Detail passiert ist, nun aber zum Experiment:

Das Musterdepot

Bauen wir ein plausibles Depot aus den hier erwähnten Werten. Nehmen wir an wir sparen seit 1997 (um den Dotcom Crash mitzunehmen) in Volkswagen und die Telekom. Zudem sparen wir auf den DAX, weil wir eben deutsche Kartoffeln sind 😉

Weil wir immer irgendwie “Handeln” müssen hören wir 2004 auf mit dem Besparen der Telekom Aktie, weil es ja nur heruntergeht. Dafür besparen wir dann die BASF. Als Wirecard dann über EUR 50,00 kostet werden wir auf Wirecard aufmerksam und fangen an die zu besparen statt der langweiligen BASF, weil wir wollen die gierige Mehrrendite.

Ich finde, das ist ein mögliches Szenario für einen unbedarften Anleger aus Deutschland, der vielleicht noch in der Nähe der BASF wohnt und total darauf steht sein gesamtes Geld in einem Land und einer Region zu bündeln. Wahrscheinlich hat es dann noch BASF Mitarbeiteraktien und eine BASF-geförderte Immobile, die mit der BASF dann auch innerhalb der Wirtschaftsregion wertlos werden könnte. Die Wolfsburger und Leverkusener machen das ja genauso… läuft schon. (Reden wir hier noch über das Risiko einer Aktienanlage? Ich weiß nicht…)

Die Ergebnisse der Simulation

Um es etwas realistischer zu gestalten habe ich bei EUR 50,00 Sparrate je bespartem Wert Kaufkosten von 2% angenommen. Zudem sind alle Dividenden eingepflegt und daraufhin bei jedem Jahresertrag der über den Freibetrag von EUR 801,00 hinausgeht 27% Steuern (26,375% inkl. Solidaritätszuschlag und aufgerundet für ggf. vorhandene Kirchensteuer) von den Dividenden abgezogen.

Hier seht Ihr die Sparraten und Dividenden. Folgende Kennzahlen kommen dann heraus:

Also, das Fazit: Wenn man das so gemacht hätte, hätte man heute sein Geld aus Sparraten von insgesamt EUR 43.100,00 auf EUR 106.454,40 nach Steuern erhöht. Die TTWROR zeigt einem mit der Zahl 469,86% was passiert wäre wenn das gesamte Geld am Anfang des Berichtszeitraums in die Werte investiert worden wäre. Spektakulär dieses Buy & Hold…

Zudem hätte man nun einen ganz netten Cashflow aufgebaut durch die Dividenden. Hier eine Übersicht:

Die Balken sind der finale Cashflow, Gebühren und Steuern bereits abgezogen

Fazit

Die Medien haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir heute denken, die Telekom-Aktie, der Dieselskandal, Wirecard und der schlecht laufende Dax sind Gründe, die uns in irgend einer Form von der Aktienanlage abhalten sollen. Garniert mit einer gehörigen „Olaf-Scholz-Antiaktionärsmentalität“ sollten wir die Augen öffnen und langfristig rational Investieren und nicht mit einer garantierten Inflation zufrieden (oder besser passiv unzufrieden) sein. Erst recht sollten wir uns nicht von Medien ein verstärktes Unsicherheitsgefühl einreden lassen, wenn schon die größten Börsenskandal-Aktien eine Rendite von fast 7% abwerfen.

Portfolio Performance Datei Download

Alle Buchungen könnt Ihr natürlich kontrollieren und dabei feststellen, dass ich die Wirecard Dividende ignoriert habe 😉

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Eine Antwort auf „Was passiert langfristig mit einem Depot, dass alle Skandale mitnimmt?“

[…] in welcher Herangehensweise du dich wohlfühlst, der fundamentale Zahlenkram oder die Charttechnik? Buy & Hold? Ein swingen zwischen den Aktienkategorien oder Newstrading, gar Scalping? Es gibt etliche […]

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